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Situation pflegebedürftiger Menschen verbessern


Ausgabejahr 2006
Erscheinungsdatum 25. Juli 2006

Bundesministerinnen Ursula von der Leyen und Ulla Schmidt fordern Umsetzung der Ergebnisse des Runden Tisches Pflege


Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt rufen dazu auf, die Empfehlungen des Runden Tisches Pflege in die Praxis umzusetzen. Der Runde Tisch, im Herbst 2003 einberufen, hatte zum Ziel, die Situation hilfe- und pflegebedürftiger Menschen zu verbessern. Insgesamt beteiligten sich rund 200 Expertinnen und Experten unter anderem der Träger, der Pflegekassen, aus Interessensvertretungen älterer Menschen und aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, Ländern und Kommunen an der Initiative, um praxisnahe Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

„Der Runde Tisch Pflege hat gezeigt, dass es sich lohnt, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und gemeinsam über die richtigen Konzepte zu diskutieren“, erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen: „Jetzt müssen wir die Erkenntnisse umsetzen, damit auch die Praxis von der Arbeit des Runden Tisches profitiert. Wir rufen alle Mitwirkenden auf, gemeinsam mit der Bundesregierung die von der Praxis für die Praxis entwickelten Konzepte und Arbeitsergebnisse umzusetzen. Einige Organisationen und vor allem die Träger praktizieren das bereits sehr erfolgreich.“

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Die Bundesregierung sieht eine wichtige Aufgabe darin, die Empfehlungen des Runden Tisches Pflege auch in der Pflegereform aufzugreifen. Dabei prüfen wir insbesondere die Vorschläge zur Entbürokratisierung. Die Umsetzung der Ergebnisse des Runden Tisches Pflege kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten. Die Bundesregierung bietet daher eine enge Kooperation bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen an.“

Folgende Schwerpunkte sollen bei der Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Pflege berücksichtigt werden:

  • Verbreitung der Charta der Rechte pflegebedürftiger Menschen durch eine Informationskampagne
  • Aufgreifen der Vorschläge zur Verwaltungsvereinfachung und zum Bürokratieabbau in der Reform der Pflegeversicherung
  • Umsetzen des Altenpflegegesetzes
  • Weiterentwicklung der Pflegeberufe
  • Förderung guter Arbeitsbedingungen in der Altenpflege
  • Modellprojekte zur Qualitätsverbesserung in der Pflege

Die positiven Tendenzen in der Pflege hin zu mehr individueller Betreuung werden durch die Zwischenergebnisse einer Repräsentativerhebung des Forschungsprojekts „Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in Einrichtungen“ belegt. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Studie zeigt im Vergleich zur Erstuntersuchung von 1994 eine deutlich verbesserte Betreuung hilfe- und pflegebedürftiger Menschen. Auch die vollstationäre Versorgung bietet zunehmend differenzierte Betreuungsangebote, die den individuellen Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Diese Entwicklung ist noch nicht flächendeckend; der Trend geht jedoch von der Pflege in der Großeinrichtung hin zur individuellen Betreuung unter Einbeziehung von Familienangehörigen und ehrenamtlichen Helfern.

Ausführliche Informationen zum Runden Tisch Pflege mit den Schwerpunkten zur Umsetzung der Empfehlungen finden Sie unter Themenschwerpunkte-Pflege und auf www.bmfsfj.de.

Kontakt:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Pressesprecherin Iris Bethge
Alexanderplatz 6, 10178 Berlin
Tel.: 01888/555-1061/-1062
Fax: 01888/555-1111
Email: presse@bmfsfj.bund.de

Bundesministerium für Gesundheit
Presseprecher Klaus Vater
Friedrichstraße 108
10117 Berlin
Tel.: 030/18 441 22 25
Fax: 030/18 441 12 45
E-Mail: pressestelle@bmg.bund.de

Info-Telefon: 0180-222-00-32

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